| Teilnehmer | Beschreibung |
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| Josi |
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25. Juni, der Höhepunkt meines 12 Wochen Abenteuers. Tagwache um 05.00 Uhr und Autofahrt ins Val Lumnezia. Ziel Lumbrein, der Start des Bikemarathons über 72 Km und 2700 Höhenmeter. Mein persönliches Ziel, den Marathon innerhalb der max. erlauben Zeit von 7 Std. zu beenden. Vor dem Start, austrainierte Biker, professionell ausgerüstet, rasierte Beine. Ich reihe mich mit meinen Wanderschuhen, immerhin mit dem Marathonbike von Angelo, am Schluss des Startfeldes ein. Bei wunderschönen, warmen Wetter ist der Startschuss um 9.00 Uhr. Fast zu schnell geht es los, die ersten 600 hm mit einem Pulsschnitt von 168, doch die Beine machen problemlos mit. Erste Abfahrt, ein traumhafter Wiesensingle, der mir sogar einen Jauchzer entlockt. Nach 1.1/2 Stunden ist der höchste Punkt erreicht, gut 1000 hm up und 360 Singelmeter down. Nun folgt eine lange, sehr schnelle Abfahrt, gespickt mit einem grossen Anteil Singels nach Obersaxen. Der folgende Aufstieg ebenfalls mehrheitlich auf einem Single (z.T. mit Schiebepassagen) zehrt erstmals an den Kräften. Völlig überraschend bin ich bereits um 12.00 Uhr in Vella. Es läuft super! Nach einer weiteren Abfahrt stehen die letzten rund 900 hm an. Ich ändere meine Zielsetzung, schön wäre unter 5 Stunden zu bleiben. Die nun eigentlich erwartete Krise bleibt aus. Die letzten 300 hm an einem heissen Sonnenhang zerren nochmals etwas. Mit einem euphorischen, zufriedenen und überwältigenden Gefühl fahre ich nach 4 Std. 47 Min. im Ziel ein. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!!!
Claudia machte ebenfalls mit und hat ihren ersten Bikemarathon trotz Sturz in 5 Std. 2 Min. beendet.
Wie kam ich dazu?
Im Frühling war in einem Bikeheft ein Trainingsplan „in 12 Wochen zum Marathon“. Irgendwie kam der Plan genau zum richtigen Zeitpunkt. Frust im Beruf ohne Aussicht auf Besserung, sich noch einmal etwas beweisen wollen (müssen), ein neues Ziel, 12 Jahre nach dem letzten Bikemarathon! Wenn ich gewusste hätte, was ich mir da eingebrockt habe!
Ganz sachte begann ich mit dem Training, gespannt ob der Körper noch mitmacht. Erstmals seit über 10 Jahren sass ich wieder einmal auf dem Strassenvelo und entdeckte brutal, welche konditionelle Differenz zwischen heute und gestern liegt (Sattelegg)! Das schlechte Wetter im Frühling machte die Sache auch nicht leichter, so war ich nach wenigen Wochen bereits weit hinter dem Trainingsplan. Was noch härter war, es stellte sich auch keine grosse Leistungssteigerung ein. Erste Frustration, doch ganz alleine trainierte ich weiter…
Die Trainingseinheiten werden intensiver, bis zu 18 Stunden wöchentlich. So sah ein Arbeitstag des öftern wie folgt aus. Tagwache 04.45, Bikestart 05.15, 1 Std. zur Arbeit biken, Arbeitsbeginn 06.30, 10 Std. Arbeiten, Bikestart 2 17.30, 2-3 Std. Training, Essen, Schlafen. So umrundete ich 12 x den Zürichsee oder machte nach der Arbeit die Zürichbergtour plus 3 x den Loorenkopf. Die letzten beiden Wochenenden trainierte ich am Freitag 3, am Samstag 4.5 und am Sonntag 5 Stunden mit total rund 5000 hm pro Wochenende. Langsam kam die Kraft und die Hoffnung es zu schaffen. Ein Dämpfer, ab Mittwoch vor dem Rennen bekam ich Probleme mit dem Magen und der Verdauung. Das Carboloading setzte mir zu. Positiv, am Samstag erhielt ich von Angelo noch sein Marathonbike.
Zugegeben, es machte nicht immer nur Spass, oft war es auch ein richtiger Krampf.
Die Trainingsdaten der letzten 12 Wochen:
| 2’341 Km | 40'396 Höhenmeter | 144,51 Stunden | -7.5 Kilo Körpergewicht |
